In Erinnerung an Ernest Borgnine
„Die Augen sind das größte Kapital eines Schauspielers“, legte Hollywood-Legende Ernest Borgnine seinen Schauspielkollegen in einem AFP-Interview vor fünf Jahren ans Herz. Bei diesem Mann waren es weit mehr als die Augen.
Oscarpreisträger Ernest Borgnine trat vergangenen Sonntag von der Bühne des Lebens. Mit 95 Jahren starb Borgnine im Kreis seiner Familie.
Borgnines Filmographie umfasst mehr als 100 Filme und deckt sechs Jahrzehnte Schauspielgeschichte ab. Von „Verdammt in alle Ewigkeit“ (1953) über „Johnny Guitar“ (1954) bis hin zu „Das dreckige Dutzend“ (1988). Für die Rolle des „Marty“ im gleichnamigen Film wurde er 1955 mit einem Oscar geehrt und setzte sich damit gegen seine ebenfalls nominierten Schauspielkollegen James Dean, Frank Sinatra, Spencer Tracy und James Cagney durch.
Sein Gesicht kannte zahlreiche Facetten. Obwohl viele ihn als Draufgänger oder Bösewicht kennen, spielte Borgnine auch sensible Rollen, wie er in „The Rabbit Trap“ (1939) bewies. Sogar die Jüngsten dürften von ihm gehört haben – schenkte er doch dem „Mermaid Man“ in der Originalversion der Trickfilmserie „SpongeBob Schwammkopf“ seine Synchronstimme.
Auch für GE stand Ernest Borgnine vor der Kamera. 1961 trat er zusammen mit Zsa Zsa Gabor in einer Folge des „General Electric Theater“ auf, der Sonntagnachmittagsshow mit Moderator Ronald Reagan. Wir haben die Show in unserem Blogeintrag vom 27. April 2012 vorgestellt: http://deutschland.geblogs.com/retro-tech-ronald-reagan-prasentiert-das-general-electric-theater
Die Folge „The Legend that walks like a man“ behandelt die Rückkehr eines Hollywood-Directors (Ernest Borgnine alias Matty Moran), der sich am Set mit seiner alten Liebe (Zsa Zsa Gabor alias Sari Sanine) konfrontiert sieht.
Vorhang auf und Applaus, Ernest Bognine:

