GE-Innovationen Teil 20 – Tanken an der heimischen Erdgas-Zapfsäule
Flottenbetreiber haben die Vorteile von erdgasbetriebenen Fahrzeugen längst erkannt: Sie sparen Geld und schonen die Umwelt. Bereits heute werden 15 Millionen Fahrzeuge weltweit mit komprimiertem Erdgas betrieben. Ein Fünftel der neu zugelassenen Busse und Müllwagen nutzen diese Antriebsform. GE bietet Technologie an, die LKWs mit Erdgas auftankt und schätzt, dass eine größere Flotte durch die Umstellung auf Erdgas bis zu 40 Prozent der Treibstoffkosten im Vergleich zu Diesel einsparen kann. Darüber hinaus reduziert der Einsatz von erdgasbetriebenen Fahrzeugen die CO2-Emmisionen um 30 Prozent.

Erdgas-Antriebe bieten klare Vorteile: 40 Prozent Kostenersparnis für Flotten und 30 Prozent geringerer CO2-Ausstoß. GE arbeitet daran, diese Vorteile auch für Privatpersonen zugänglich zu machen.
Das Gas, das an den Säulen gepumpt wird, verläuft unter jeder Straße. Trotzdem ist es nur an Tankstellen zugänglich. Das kostet Zeit und Geld. Mit einem Anschaffungspreis von knapp 5.000 US-Dollar ist die Zapfsäule für die heimische Garage meist aber auch keine kostengünstige Alternative. Ganz zu schweigen von den fünf bis acht Stunden, die es benötigt, um einen Tank zu füllen.
Das will GE ändern: Zusammen mit der „Advanced Research Project Agency for Energy (ARPA-E) wird das GE Global Research, eine Zapfsäule für Zuhause entwickeln, die den Tankvorgang in weniger als 60 Minuten durchführt. Und das zu einen Preis von unter 500 US-Dollar und weniger als ein Zehntel der Kosten für bisherige Lösungen.
Anna Lis Lauren, Projektleiterin und Chemieingenieurin des Global Research, fasst das so zusammen: „Das Ziel unseres Projektes ist es, eine Gastankstation für Zuhause zu entwickeln, die einfach, schnell und kosteneffizient ist. Dadurch sollen Barrieren abgebaut werden, die die Verbreitung von Erdgasmotoren einschränken. Eine Erdgassäule für Zuhause kostet dann im Endeffekt weniger als eine Spülmaschine oder ein Herd.“
GE hat bereits mit der Arbeit an diesem Projekt begonnen. Bei der Kooperation mit der University of Missouri und Chart Industries steht ein System auf der Agenda, das den traditionellen Kompressor umgeht und das Erdgas effizienter kühlt, verdichtet und überträgt. In dem geplanten Zeitraum von 28 Monaten wird das Projekt rund 2,3 Millionen US-Dollar kosten, jeweils zur Hälfte von ARPA-E und GE getragen.
Dieser Beitrag ist Teil der Reihe „GE Innovationen“. Diese Innovationen haben wir Ihnen bereits vorgestellt:
Teil 1: Das in Deutschland entwickelte ORegen-System zur Nutzung der Abwärme von Gasturbinen
Teil 2: Die Industrielle Vernetzung durch Softwarelösungen von GE
Teil 3: ADELE – Der Stromspeicher der Zukunft
Teil 4: Hybridkraftwerke – Grundbaustein für eine saubere, effiziente und flexible Stromerzeugung der Zukunft
Teil 5: Optima MR430s – MRT Technologie für Arme und Beine
Teil 6: Ultraschall-Scanner im Smartphone-Format
Teil 7: Das stärkste Flugzeugtriebwerk der Welt
Teil 8: Triebwerktests unter extremen Winter-Bedingungen
Teil 9: Die Glühlampe – von Edison bis LED
Teil 10: Genx-Triebwerke sorgen für Schub
Teil 11: Von Schmetterlingen für Wärmebildsensoren lernen
Teil 12: GE verwandelt Schweinedung in Öl
Teil 13: Ein Flugzeug aus dem 3D-Drucker
Teil 14: Einfach mehr sehen: Inspektion ohne Demontage
Teil 15: 10 Jahre GE-Windenergie
Teil 16: Holografischer Durchbruch – 100 DVDs in der Hosentasche
Teil 17: Grüne Mobilität: GEs neues Vehicle Innovation Center
Teil 18: Die Batterie der Zukunft
Teil 19: Energieerzeugung aus Reisabfällen
