GE-Innovationen Teil 19 – Energieerzeugung aus Reisabfällen
Reishülsen sind ein Abfallprodukt, das in großen Mengen bei der Reisproduktion entsteht. Die harten Schalen schützen die Reiskörner im Laufe ihres Wachstums. Während der Erntezeit entstehen nahe den Produktionsstätten riesige Reisabfall-Berge. Findige Landwirte komprimieren sie zu Ziegeln, machen aus ihnen Dünger oder fermentieren sogar Bier. Jetzt gibt es dank GE eine weitere Alternative: die Erzeugung Erneuerbarer Energie.

Natürliche Ressource: Weniger als vier Pfund Schalen produzieren eine Kilowattstunde Strom. Genug, um eine CFL 26-Watt-Glühlampe für fast 40 Stunden zum Leuchten zu bringen.
Vom Abfall zum Einfall
GEs Ingenieure forschen schon seit langem nach Lösungen, um ungewöhnlichen Abfall zu verwerten: Von Käsemolke über Whiskymost bis hin zu Schweinedung. Und jetzt Reishülsen. Ende des Jahres wird GE den Reismühlenbetreiber Soma Group in Kambodscha mit zwei von GEs Waukesha-Motoren ausstatten.
Waukesha-Motoren erzeugen Elektrizität durch die Verbrennung von Methan aus gegorenen Reisschalen. „Das Soma Group-Projekt ist ein Meilenstein“, sagt Kenji Uenishi, President GE Energy Asia Pacific. „Gasmotorentechnik von GE ist bestens dafür geeignet, in Entwicklungsländern aus landwirtschaftlichem Abfall Energie zu erzeugen.“
Die Waukesha-Motoren werden die Soma Reismühle in der Kamphong Cham-Region in Südost-Kambodscha mit insgesamt 1,5 Megawatt Elektrizität versorgen. Die Mühle selbst nutzt nur etwa 30 Prozent der erzeugten Energie. Die überschüssigen 70 Prozent werden ins lokale Stromnetz eingespeist und unterstützen so die kambodschanischen Pläne, auch ländliche Regionen mit Strom zu versorgen.
Momentan wird lediglich die Hälfte der kambodschanischen Dörfer mit Strom versorgt, während der Bedarf jährlich um 25 Prozent wächst. GEs Technologien zur Energieerzeugung, wie die Waukesha und Jenbacher-Motoren, leisten bereits heute einen großen Beitrag bei der Versorgung der schnell wachsenden Entwicklungsländern Asiens, Lateinamerikas und Afrikas mit Elektrizität.
Soma zog die Waukesha-Motoren den Dieselmotoren vor, da Reishülsen ein günstiger, nachwachsender und reichlich verfügbarer Rohstoff sind. Die kambodschanische Regierung plant den Export von einer Million Tonnen Reis für 2013. Dabei entstehen rund 400.000 Tonnen Schalenabfall. Weniger als zwei Kilogramm reichen aus, um eine Kilowattstunde Elektrizität zu erzeugen. Genug, um CFL Lampe mit einer Leistung von 26 Watt für 40 Stunden zum Leuchten zu bringen.
Dieser Beitrag ist Teil der Reihe „GE Innovationen“. Diese Innovationen haben wir Ihnen bereits vorgestellt:
Teil 1: Das in Deutschland entwickelte ORegen-System zur Nutzung der Abwärme von Gasturbinen
Teil 2: Die Industrielle Vernetzung durch Softwarelösungen von GE
Teil 3: ADELE – Der Stromspeicher der Zukunft
Teil 4: Hybridkraftwerke – Grundbaustein für eine saubere, effiziente und flexible Stromerzeugung der Zukunft
Teil 5: Optima MR430s – MRT Technologie für Arme und Beine
Teil 6: Ultraschall-Scanner im Smartphone-Format
Teil 7: Das stärkste Flugzeugtriebwerk der Welt
Teil 8: Triebwerktests unter extremen Winter-Bedingungen
Teil 9: Die Glühlampe – von Edison bis LED
Teil 10: Genx-Triebwerke sorgen für Schub
Teil 11: Von Schmetterlingen für Wärmebildsensoren lernen
Teil 12: GE verwandelt Schweinedung in Öl
Teil 13: Ein Flugzeug aus dem 3D-Drucker
Teil 14: Einfach mehr sehen: Inspektion ohne Demontage
Teil 15: 10 Jahre GE-Windenergie
Teil 16: Holografischer Durchbruch – 100 DVDs in der Hosentasche
Teil 17: Grüne Mobilität: GEs neues Vehicle Innovation Center
Teil 18: Die Batterie der Zukunft
